Startseite

Wir haben Praxiskompetenz

Der Prüfende meldet sich drei bis fünf Werktage vor der Prüfung bei der zuständigen Hausverwaltung zur Terminabstimmung an. Die Reinigungsdienstleistenden erfahren grundsätzlich nicht, wann der Prüfungstermin angesetzt ist.

Bei der turnusmäßigen Qualitätsprüfung werden alle hygienisch sensiblen Bereiche (sanitäre Anlagen und Teeküchen) sowie repräsentative Bereiche (z. B. Eingangsbereiche) geprüft. Die sonstigen Bereiche (Flure, Büros, Klassen, Treppen) werden zu 25 Prozent der Gesamtfläche begangen.

Die Prüfenden sind ausgerüstet mit Leistungsverzeichnissen, Reinigungsplänen oder Ergänzenden Regelungen und weiteren notwendigen Informationen.

Der Ablauf einer Begehung

Jede zu prüfende Fläche oder jeder Raum teilt sich in folgende vier Nutzungsbereiche auf:

  • Hauptnutzungsbereich
  • Nebenfläche
  • Schwer einsehbarer Bereich
  • Boden

Pro Nutzungsbereich und Raumgruppe sieht das QM-Modell Hamburg fest definierte Prüfpunkte vor. Im Hauptnutzungsbereich einer WC-Anlage sind dies zum Beispiel: Handtuchspender, Waschbecken, WC/Urinal oder der Seifenspender.

Der Prüfende dokumentiert zu jedem Prüfpunkt eventuell vorhandene Reinigungsmängel, die Art der Verschmutzung sowie den „Härtegrad“ des Mangels: leicht, mittel oder schwer. Substanz- und Bauschäden werden zwar dokumentiert, aber nicht bewertet.

Die Auswertung der Prüfergebnisse

Bei der informationstechnologischen Erfassung der Dokumentation erfolgt für die Mängel automatisch ein prozentualer Abzug von einer Basiszahl. Diese Abzüge richten sich nach Art und „Härtegrad“ des Mangels und sind von den Prüfenden nicht zu beeinflussen.

Nach Eingabe aller dokumentierten Reinigungsmängel erfolgt die Ermittlung der Reinigungskennwerte. Dabei werden Reinigungsfrequenzen und Flächenanteile zur Gewichtung berücksichtigt.

Das Ergebnisprotokoll wird dem Gebäudenutzenden, der zuständigen Behörde und dem Reinigungsdienstleistenden innerhalb von zwei Werktagen nach erfolgter Prüfung per E-Mail zur Verfügung gestellt. Im Protokoll werden neben den einzelnen Raumgruppenergebnissen der „Gesamterfüllungsgrad“ und der „Erfüllungsgrad der hygienisch sensiblen Bereiche“ ausgewiesen.

Reinigungserschwernisse und Arbeitsorganisation

Nach der Prüfung der Unterhaltsreinigung wird Einblick in die Reinigungskammer des Dienstleistenden genommen. Hierbei wird unter anderem der Zustand von Geräten und Maschinen sowie das Vorhandensein eines Farbsystems dokumentiert. Diese Prüfpunkte weist das Ergebnisprotokoll separat aus.

Substanz- und Bauschäden, das Nutzerverhalten oder Reinigungserschwernisse wie zum Beispiel unzureichende Schmutzfangzonen oder nicht vorhandene Stuhlgleiter werden im Ergebnisprotokoll ebenfalls separat dokumentiert.

Die Prüfpunkte der Arbeitsorganisation und der Reinigungserschwernisse sind für  die Kennwerterstellung der „Erfüllungsgrade“ nicht relevant, sie liefern aber wichtige Anhaltspunkte sowohl für Auftraggebende als auch Auftragnehmende.

Die ergänzende Kundenbefragung

Der Prüfende führt mit der verantwortlichen Ansprechperson im Objekt eine Kundenbefragung durch, um auch die vom Nutzenden „erlebte Reinigungsqualität“ zu dokumentieren. Inhalte hierbei sind unter anderem:

  • Die Betreuung durch den Reinigungsdienstleistenden
  • Behebung angezeigter Reinigungsmängel
  • Führung der Arbeitsstundenbücher

  • Zufriedenheit mit dem Reinigungsergebnis

  • Erfüllung von Sonderarbeiten

  • Zufriedenheit mit der Glas- und Rahmenreinigung

Die Bewertung wird auf der Dokumentation ausgewiesen, ist jedoch nicht Bonus- oder Malus-relevant.